Resolution gegen die Ausgabe von Wertgutscheinen
... Asylsuchende bekommen in vielen Teilen der BRD statt Bargeld sog. Wertgutscheine ausgezahlt. Wir stufen diese Praxis als rassistische Diskriminierung ein und lehnen sie aus folgenden Gründen ab:
Tagtägliche Sonderstellung und Ausgrenzung der Flüchtlinge beim einkaufen.
Begrenzung der Einkaufsmöglichkeiten mit Wertgutscheinen durch Ausschluß von kleineren Geschäften, Wochenmärkten, Busfahrkarten, bestimmter Artikel wie Genußmittel, Medikamente etc.
Da höchstens 10 % des Wechselgeldes herausgegeben werden dürfen, muß die eingekaufte Ware genau der Wertgutscheinsumme entsprechen. Dies führt oft zu Komplikationen beim Bezahlen und hat lästiges mitrechnen zu Folge.
Durch Verständigungsschwierigkeiten und fehlendem Überblick über die Höhe der Einkaufssumme sind weitere Verzögerungen an der Kasse vorprogrammiert. Dies führt wiederum zu Unmut des Personals und der wartenden Kunden.
Rechtsbeistand für das Asylverfahren kann nicht mit den Wertgutscheinen bezahlt werden, ist aber für die Aussicht auf Erfolg des Verfahrens heutzutage so gut wie unerlässlich.
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Da die politischen Forderungen den Flüchtlingen das Leben hier aber nicht direkt erleichtern, haben wir auf privater Ebene den Umtausch eines Teils der Wertgutscheine gegen Bargeld organisiert. Hierbei suchen wir noch jede Menge Unterstützung: Entweder indem Leute bei uns Geld gegen Wertgutscheine tauschen oder uns ein kleines Darlehn für kürzer oder länger geben, damit wir den Umtausch vornehmen können.
...hierzu mehr unter e-mail: meuchefitz@t-online.de